Umwelttag: Breiter Einsatz von grünem Wasserstoff nimmt Fahrt auf

Die Klimaziele lassen sich nur durch den breiten Einsatz von Wasserstoff erreichen – so das Fazit einer aktuellen Studie der Fraunhofer-Institute ISI, ISE und IEG. „Die Bedarfe in Industrie, Verkehr und Wärmesektor sind deutlich höher als bislang von der Politik erwartet“, erklärte Katherina Reiche, Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrates bei der Veröffentlichung des Abschlussberichts.

Laut der zum Weltumwelttag 2021 veröffentlichten Studie liegt die heutige Wasserstoffproduktion in Deutschland bei 57 Terrawattstunden (TWh) pro Jahr. Diese Menge wird bisher zum größten Teil mit fossilen Energieträgern hergestellt. Die Nachfragemengen nach grünem Wasserstoff und Derivaten sollen jedoch laut der Untersuchung bis 2030 auf bis zu 80 TWh steigen. Bis 2040 sollen es bereits 100 bis 300 TWh und im Jahr 2050 400 bis knapp 800 TWh sein. 

Anreize und Elektrolyseanlagen im Inland

Um diese Kapazitäten zu erreichen, sind nach Aussage des Wasserstoffrates ein ehrgeiziger Ausbau der Wasserstoffwirtschaft im Zusammenspiel mit erneuerbaren Energien sowie der schnelle Aus- und Aufbau einer Netzinfrastruktur notwendig. Der Ausbau der Wasserstoffwirtschaft mit ihren internationalen Wertschöpfungsketten müsse dabei europäisch und global zugleich gedacht werden.

„Katherina Reiche betonte außerdem: „Wir müssen große Kapazitäten an Elektrolyseanlagen im Inland errichten. (…) Wir müssen unsere Infrastruktur für den Transport von Wasserstoff ertüchtigen und ausbauen. (…) Nur wenn uns all das gelingt, werden wir den Hochlauf einer Wasserstoffwirtschaft und die Entwicklung eines Wasserstoffmarktes schaffen.“

Die Politik reagiert

Deutschland soll bei Wasserstofftechnologien weltweit zur Nummer 1 werden – so das Ziel der Bundesregierung. Im Rahmen eines gemeinsamen europäischen Wasserstoffprojekts (sog. Important Project of Common European Interest, IPCEI) fördern Bund und Länder 62 Wasserstoffgroßprojekte in Deutschland mit acht Milliarden Euro. Dazu gehören unter anderem Vorhaben für Erzeugungsanlagen, die zusammen über zwei Gigawatt Elektrolyseleistung für die Produktion von grünem Wasserstoff umfassen. 

Smarte Elektrolysetechnologie macht Wasserstoff wettbewerbsrelevant

Bei H-TEC SYSTEMS sind wir davon überzeugt, dass die wirtschaftliche Umwandlung von Wind- und Sonnenstrom in den speicherbaren Energieträger Wasserstoff die Grundlage für einen umfangreichen Marktzugang der erneuerbaren Energien für vielfältige Anwendungsbereiche wie Mobilität, Wärme und Energiespeicherung schafft.

„Unser Ziel ist es, durch den Einsatz fortschrittlicher PEM-Elektrolysetechnologie günstige Gestehungskosten für grünen Wasserstoff zu ermöglichen. Mit der wachsenden installierten Elektrolyseleistung sinken zudem die spezifischen Wandlungskosten für den Energieträger Wasserstoff. Das macht ihn für immer mehr Märkte wettbewerbsrelevant. Der Einsatz von Elektrolyse zur Produktion von grünem Wasserstoff ermöglicht außerdem eine echte Sektorenkopplung und unterstützt so die Umsetzung einer erfolgreichen Energiewende“, bestätigt Frank Zimmermann, CEO der H-TEC SYSTEMS.

Abbildung: © H-TEC SYSTEMS

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